Rahmendaten

Verbundprojekt: Kunden-lnnovationslabor Elektromobilität (KIE-Lab) - Kundengetriebene Entwicklung elektromobiler Brücken-Dienstleistungen
Gesamtlaufzeit: 01.12.2013 – 31.12.2016
Koordinator : Dr. Rüdiger Klatt, FIAP e.V.
Teilvorhaben FIAP e.V: Analyse der Erfolgsfaktoren für kundengetriebene lnnovationsprozesse (Förderkennzeichen: 01FE13050)
Teilvorhaben DEW21: Konzeptualisierung und Aufbau eines Kunden-Anbieter-lnnovationslabors (Förderkennzeichen: 01FE13051)

Bei dem hiesigen Projekt ist die effiziente und effektive Vernetzung der verschiedenen Akteure, ihrer Expertise und Rollen sowie deren Verzahnung sehr wichtig. Die folgende Graphik zeigt das Zusammenwirken auf einen Blick: 

Ziele, Hintergrund und Umsetzungsstruktur

Wie können ein Innovationsschub im Bereich Elektromobilität ausgelöst werden und neue Dienstleistungen in diesem Zusammenhang entstehen, die Kunden wollen und sich folglich im Markt nachhaltig etablieren? Die Beantwortung dieser Frage ist der grundlegende Impuls des KIE-Lab-Projektes.

Das erste Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Umsetzung eines Innovationsinstrumentes – des KIE-Labs – für kundengetriebene Innovation im Bereich Elektromobilität. Dort werden Anwender wie Anbieter gemeinsame Innovationen für Brückendienstleistungen in der Elektromobilität entwickeln. Diese sollen – das ist das zweite Ziel – in umsetzbaren Geschäftsmodellen für den regionalen Kontext des Ruhrgebietes münden.

Dies bedeutet konkret, dass der Kunde aus der Rolle des passiven Nutzers des Endproduktes herausgeholt wird und eine aktive Rolle als relevanter Treiber innerhalb des Innovationsprozesses erhält. Das produktive und systematische Aufeinandertreffen von Kunden und Anbietern beinhaltet ein hohes Kreativitäts- und Innovationspotential, wie der aktuellste Stand der Dienstleistungsforschung belegt. Auch betriebswirtschaftlich ist dieser Ansatz der „interaktiven Wertschöpfung“ für Produkt- und Marktentwicklung sinnvoll, da Entwicklungskosten reduziert und das Risiko der Markteinführung gesenkt werden. Zeitgleich steigert sich die Akzeptanz der Kunden durch die Integration ihrer Bedürfnisse und Anliegen und reduziert ggf. vorhandene Schwellenängste, wie sie bei der Elektromobilität vorliegen.

Die Umsetzung zur Zielerreichung des Projektes erfolgt in drei Phasen und beinhaltet klar definierte, sich ergänzende Verantwortlichkeiten der Projektpartner, die die folgende Graphik skizziert:

Jede Phase unterteilt sich in drei aufeinander aufbauende Arbeitspakete, die die relevanten Zwischenziele des KIE-Lab Projektes verankern.

Phase 1, die Konzeptentwicklung, hat als Ziel das KIE-Lab für die Dienstleistungsentwicklung im Bereich Elektromobilität aufzubauen und zeitgleich nachhaltige Verwertungsstrukturen zu etablieren. Dabei werden u.a. europäische Vergleichsdimensionen für interaktive Wertschöpfungsprozesse wissenschaftlich analysiert und integriert.

Aufbauend auf den Ergebnissen von Phase 1 verfolgt Phase 2 das Ziel, mit wissenschaftlicher Begleitung und Evaluation konkrete, umsetzbare Innovationspfade (Szenarien) für elektromobile Brückendienstleistungen mit Hilfe des KIE-Labs zu erarbeiten, die in der Praxis dem Projektpartner DEW21 neue, nachhaltige Geschäftsfelder eröffnen sollen.

Die abschließende Phase 3 hat zum Ziel, aus den bis dahin entstandenen Innovationsideen, Erkenntnissen und Impulsen konkrete Geschäftsmodelle mit den Projekt- und Valuepartnern umzusetzen und die Methode des KIE-Labs im Branchensektor Elektromobilität breit zu verankern.

Wichtig ist zudem herauszustellen, dass das KIE-Lab-Projekt…

• offen ist für sämtliche Innovationen im Elektromobilitäts-Feld und sich nicht allein auf Elektroautomobilität konzentriert.
• bisher nicht im Fokus stehende Kundengruppen (Frauen, Senioren, Migranten) integriert.
• den Forschungsstand vergleichbarer europäischer Nachbarländer und Modellprojekte mit einbezieht.
•Erkenntnisse und Klärung offener Forschungsfragen zu kundengetriebenen Innovationsprozessen für Forschung und Praxis in anderen Branchen zur Verfügung stellt und als Impulsgeber fungiert, z.B. für nachfolgende Spin-off-Projekte.